BALLY Park
In ihren wichtigsten Zügen entspricht die Anlage des ab 1868 erbauten Parks dem Typus des englischen Landschaftsgartens. In erster Linie ging es darum, dem Gartenbesucher auf seinem Rundgang bewusst gestaltete Bilder zu vermitteln. Durch die Art der Bepflanzung entstanden Bereiche unterschiedlichen Charakters, die den Betrachter in bestimmte Stimmungen versetzen sollen: Freude und Leichtigkeit, auf den weiten, offenen Wiesenflächen mit Birken; Schwermut und Trauer, im waldartig dunkeln Gehölz. Der Bally-Park ist ein spätes, aber sehr schön ausgeprägtes und gut erhaltenes Beispiel eines Landschaftsgartens im englischen Stil. Als Teil der «Industrielandschaft» gehört er zu den bedeutendsten seiner Art in der Schweiz, er steht unter kantonalem Denkmalschutz.
Paul Gugelmann Museum
Paul Gugelmann, bei BALLY als Grafiker und Createur tätig, leitete von 1951 bis 1969 in Paris das Büro für neue Schuhmodelle. Seine ersten «poetischen Maschinen» entstanden in der französischen Metropole, doch nach seiner Rückkehr nach Gretzenbach folgten Aufträge für grosse Skulpturen, zur Gestaltung von Plätzen und Hallen. Paul Gugelmann hat keine seiner Maschinen verkauft, sondern an Familie und Freunde verschenkt. Dank der privaten Stiftung entstand eine permanente Ausstellung im von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Museum. Ehrenamtlich übernehmen etwa 50Frauen und Männer jeweils die Führungen während den ordentlichen Öffnungszeiten: Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14.00 – 17.00 Uhr. Führungen für Gruppen (max. 30 Personen) können über Telefon 062 849 65 40 vereinbart werden.
BALLY Schuhmuseum
Im einstigen Wohnhaus des Firmengründers Carl Franz Bally, befindet sich seit 1942 ein Museum, das ganz im Zeichen der Geschichte des Schuhs steht. Im Verlaufe von mehr als 120 Jahren entstand eine Sammlung, welche weltweit zu den reichhaltigsten und vollständigsten gehört. Die Entwicklungsgeschichte des Schuhwerks über einen Zeitraum von mehr als 3000 Jahren wird beinahe lückenlos aufgezeigt. Von Sandalen eines unbekannten Ägypters bis zu tollpatschig wirkenden Schuhen eines berühmten Clowns. Aber nicht nur Fussschuhe werden gezeigt, sondern auch aussergewöhnliche Schuhgegenstände, und natürlich der Schuster mit seinen Leisten. Führungen für Einzelpersonen; immer letzter Freitag im Monat um 14 Uhr und um 16 Uhr. Im Juli und Dezember finden keine Führungen statt Gruppenführungen nach Vereinbarung. Anmeldungen unter Telefon 091 612 91 11 und 062 849 99 45.
